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Als in den 1960-er Jahren das Ende der Nutzungsdauer der ersten Obus-Generation absehbar war, hatten sich alle deutschen Fahrzeughersteller weitgehend aus dem Obus-Bau zurückgezogen. Durch die Einstellung der meisten Obus-Betriebe gab es kaum noch Nachfrage nach neuen Fahrzeugen, Kleinserien wollte niemand bauen.
So entwickelten die Stadtwerke Solingen als Eigenkonstruktion gemeinsam mit der Essener Karosseriefirma Ludewig (AERO) den Trolleybus Solingen !
Der kantige Aufbau ruhte auf einem verlängerten Krupp-LKW-Fahrgestell und die elektrischen Komponenten der ersten Obus-Generation fanden nach entsprechender Aufarbeitung Verwendung in den neuen TS-Obussen.
Genau 80 Fahrzeuge entstanden auf diese Weise in der Zeit von 1968 bis 1974. Sie lösten damit die ÜH III s sowie HS 160 Obusse nach und nach ab und prägten bis Mitte der 1980er-Jahre das Solinger Straßenbild.
Doch auch nach ihrer Ablösung durch die MAN-Gelenk- und Solo-Obusse ab 1984 gehörten die TS-Wagen noch lange nicht zum alten Eisen. Erfolglosen Gesprächen mit chinesischen und mexikanischen Delegationen folgte schließlich der Verkauf an die argentinische Stadt Mendoza, wohin 78 Fahrzeuge dann Ende 1988 die weite Reise antraten.
Dort nach und nach wieder in Betrieb genommen, leisteten die TS-Obusse noch rund 20 Jahre ihren Dienst in der südamerikanischen Großstadt am Fuße der Anden unweit der chilenischen Grenze.
Seit Anfang Mai 2010 haben die teils 40-jährigen Oldtimer aus der Klingenstadt dort allerdings ausgedient ! 80 ausgemusterte "Flyer"-Obusse aus Vancouver/Canada traten am 04.11.2008 die Seereise nach Valparaiso/Chile an. Von dort ging es per LKW noch weitere 350 km über den Trans-Anden-Highway nach Mendoza. Mittlerweile ist bereits eine große Anzahl dieser Fahrzeuge im Einsatz. Die weitere Verwendung der ausgemusterten Solinger Obusse ist dagegen äußerst ungewiss....
Aufgrund der Einmaligkeit dieser Fahrzeuge, die untrennbar mit der Geschichte des Solinger Obusbetriebes verbunden sind, bemühen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern seit langem intensiv darum, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen: Die Rückkehr eines "TS" und die anschließende betriebsfähige Aufarbeitung als zukünftiger Museums-Obus neben seinem Vorgänger Nr. 59 und seinem Nachfolger Nr. 5!
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