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Als Ersatz für die 80 vorhandenen TS-Obusse wurden 1984 und 1985 zunächst 21 Gelenkobusse von MAN an die Stadtwerke Solingen geliefert. Die Fertigung erfolgte bei der MAN Tochter Gräf & Stift in Wien auf Basis des VÖV-Standardbustyp I. Im Anschluß wurden beim gleichen Herstellen 46 weitere Fahrzeuge bestellt, jedoch in der Ausführung als Solo-Obus. Die Karosserie dieser 1986 – 1987 ausgelieferten Fahrzeuge entsprach dann bereits dem Standardbus II, jedoch noch ohne einen Niederfluranteil im Fahrgastraum.
Der Einsatz der Solowagen erfolgte zunächst auf alle Linien, wobei die Linien 683 und 684 sowie ab 1993 auch die neuen Obus-Linien 685 und 686 bis auf wenige Ausnahmen damit bestückt wurden. Auf den Ringlinien 681/682 beschränkte sich der Einsatz jedoch auf Verstärkerkurse. Lediglich Sonntags wurden auch diese beiden Linien durchgehend mit Solowagen befahren.
Bereits 1997 wurden aufgrund der Reduzierung der Betriebsreserve sieben Fahrzeuge abgestellt und nach Sarajevo verkauft. Weitere folgten nach Auslieferung der neuen BERKHOF- und van HOOL – Gelenkobusse. So reduzierte sich der Bestand im Laufe der Jahre auf zuletzt 14 Solowagen, die überwiegend nur noch für die Linie 683 aufgrund der Drehscheibe in Burg benötigt wurden. Einsätze auf den anderen Linien waren selten.
Da die Ablösung der MAN – Solowagen durch 15 neue HESS – Gelenkobusse 2009 erfolgen wird, bestanden bei uns seit längerer Zeit Überlegungen zum Erhalt eines Fahrzeuges dieser Baureihe als Museumswagen neben dem ÜH III s sowie dem MAN-Gelenkobus. Bisher war dafür der Wagen 51 vorgesehen.
Ein Werkstattaufenthalt sowie die neue Vollwerbung des „designierten Museumswagens“ 51 brachten bei uns einige Überlegungen in Gang. Außerdem erfuhren wir, daß der langjährige Versuchsträger für neuartige Obus-Technik, der Solowagen 42, nunmehr als „Ersatzteilspender“ abgestellt worden war.
So reifte bei unseren versierten Technikern die Idee, den Rückbau des „42“ in Angriff zu nehmen. Da dieser Wagen aufgrund seiner relativ geringen Laufleistung (ca. 595 tkm) in einem guten Allgemeinzustand ist, könnte er doch auch gleich als zukünftiger Museumsobus in Frage kommen!
Dies alles war natürlich vorher mit dem Verkehrsbetrieb abzustimmen. Schon bald erhielten wir „grünes Licht“ und sofort begannen unsere Aktiven mit der Umsetzung ihrer Pläne. Künftig ist ein sporadischer Planeinsatz des „42“ (wie bei Wagen 5) in bewährter Kooperation mit den Stadtwerken angedacht um Standschäden zu vermeiden.
Wir bedanken uns bei dieser Gelegenheit ganz herzlich beim SWS-Verkehrsbetrieb für die gute Zusammenarbeit bei allen Vereinsaktivitäten und besonders natürlich dafür, daß es uns ermöglicht wurde das neue Projekt „42“ zu starten.
Nachfolgend ein Lebenslauf dieses Obusses von unserem „Schirrmeister“ Lutz Lüpkes:
„Der Wagen wurde, nach Einbau der Fahrstromanlage durch die Firma Kiepe und erfolgter Abnahme durch den TÜV, im Dezember 1986 zugelassen. Er war, wie die anderen dieser Serie, mit einem Gleichstrommotor ausgestattet. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten für den Gleichstrommotor und dessen Wartungsaufwand versuchten die Hersteller diese Kosten durch Einsatz von Drehstromanlagen zu reduzieren.
Durch die SWS wurde der Wagen 42 der Firma Kiepe als Testwagen zur Verfügung gestellt und im Liniendienst für den Alltagstest eingesetzt.
Zwischen März und August 1988 und nochmals zwischen September und Dezember 1995 erfolgten umfangreiche elektrische Umbauten des Wagens durch Kiepe.
Anfang 2006 nahm man das Fahrzeug aus dem Liniendienst und entfernte für den Test einer neuen Entwicklung im hinteren Innenraum die Bestuhlung. Hier wurden u.a. die „ Supercaps “ (sehr speicherstarke Kondensatoren) eingebaut. Die Supercaps wurden durch die Bremsenergie aufgeladen. Die dort gespeicherte Energie wurde genutzt um die hohe Netzbelastung beim Anfahren zu reduzieren. Man konnte aber auch, bei voll aufgeladenen Supercaps, aus diesen mit dem Wagen eine Strecke von ca. 400m ohne Oberleitung fahren.
Da einige Bauteile in den VanHool - Fahrzeugen von der Industrie in näherer Zukunft vom Markt genommen werden, entwickelte Kiepe neue Steuereinheiten. Diese „grünen Kisten“ wurden ebenfalls im Wagen 42 getestet. Nachdem alle Tests abgeschlossen waren, wurden Ende 2007 die Supercaps wieder entfernt.
Der Wagen war nun wieder in normaler Drehstromtechnik fahrbar. Die Bestuhlung wurde wieder eingebaut und der Wagen im Liniendienst eingesetzt. Zwischenzeitlich traten jedoch Defekte am Fahrzeug auf. Da von Kiepe z.Zt. kein Bedarf an einem Testwagen bestand und wegen der nahen Ausmusterung der SL172HO entschied die SWS, den Wagen nicht mehr reparieren zu lassen, Kiepe aus dem Vertrag des Rückbaus auf Gleichstrom zu entlassen und den Wagen als Ersatzteilspender abzustellen.”
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